Zirkusprojekt

Siebtes Hamburger Kinder- und Jugendzirkusfestival vor Ort auf dem Rotenhäuser Feld

 

 

 

 

 

 


„Menschen, Tiere, Sensationen!“ - das war bis vor ein paar Tagen die Ansage, wenn der große Zirkus vor der Tür stand. Wilhelmsburg hat es geschafft, auf in engen Käfigen eingesperrte Tiere zu verzichten und trotzdem die Sensation zu wahren.

Als Anfang Mai der „Zirkusdirektor“ Wilhelm Kelber - von der Gesamtschule Wilhelmsburg - das Angebot machte, an seinem Zirkusprojekt mitzuwirken, war erst einmal (auch) ein wenig Skepsis angesagt, waren wir doch allesamt Laien.Kinder, Lehrer und Erzieher der Schule Rotenhäuser Damm und aus dem Haus der Jugend waren sich dann aber schnell einig, sich an diesem Wagnis zu beteiligen. Die Skepsis sprang ganz schnell über in Eifer und Begeisterung und rund 80 Kinder hatten nur noch eines im Sinn.: “Üben, wenn es sein muss, ohne Pausen“.Und am 4. Juni war es dann so weit, der große Auftritt. Draußen vor dem Haus der Jugend war ein riesiges Zirkuszelt aufgebaut mit großer Manege, Scheinwerfern und Platz für 400 Zuschauer.

Wir sollten als erste Gruppe auftreten, schnell schauten wir noch einmal durch einen Spalt im Vorhang in den Innenraum, uns stockte der Atem: Die gesamte Vorstellung war restlos ausverkauft. Kinder aus der Schule Fährstraße, der Bonifatiusschule, der Schule Rotenhäuser Damm und einige Kindergärten aus dem Reiherstieg saßen auf ihren Bänken und hielten es vor Spannung kaum aus.Und dann gab der Zirkusdirektor das Zeichen, auf das wir so lange gewartet haben. Der Vorhang öffnete sich und Michael aus dem HdJ marschierte mit uns, „den Todesspringern“, stampfend in die Manege ein.

Es war mucksmäuschenstill als der erste Springer auf den Turm kletterte und in einem gewaltigen Sprung auf die steil aufgestellte Matte sprang. Dazu gehört eine Menge Mut!

Als alle Springer durch waren, wurde der Turm erhöht, dann noch einmal, und dann der Höhepunkt: unter Trommelwirbel ein Sprung mit verbundenen Augen. Der Sprung gelang, Beifall brauste auf, Aaron fühlte sich wie ein kleiner Zirkusstar und hatte auch allen Grund dazu.

Danach ging es dann Schlag auf Schlag durch das Programm: Stocktänze, Balanceakte auf dem Balken und Einradfahren, Jonglieren auf dem Rad mit zum Teil 4 Drehtellern, Sprungübungen und Bodenakrobatik, Rhönraddarbietungen, alles vom Feinsten. Kultureller Höhepunkt war die Ballett-Aufführung „Schwanensee“, bei dem die kleinen Clowns vermutlich zum ersten Mal neben einer richtigen Tänzerin als Ballettratten auftraten. Es war einfach schön und zum Schieflachen.

Den Abschluss nach über 90 Minuten bildeten dann die fast schon echten Profis vom TC Wilhelmsburg mit ihrer atemberaubenden Trampolin-Schau. Diese Veranstaltung war für alle ein einmaliges Erlebnis, für die Zuschauer und natürlich für die kleinen Artisten und die vielen Helfer, ohne deren Hilfe so ein Event nicht hätte ablaufen können.

 

 

 

 

Das Zirkusprojekt findet jeden Montag

von 16 bis 18:30 Uhr im HdJ statt.