Treffen von Alt und Jung

Samstag, 16. März 2013

 

Haus der Jugend baut Vorurteile ab

(ten) Wilhelmsburg. Große Aufregung herrschte im Haus der Jugend Wilhelmsburg im Rotenhäuser Damm. Zwanzig Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren waren am frühen Mittwochmorgen trotz  Frühjahresferien gekommen, um mit Nermin Öztürk Kuchen und Torte zu backen. Gegen 15.00 Uhr sollten ganz besondere Gäste kommen, um sie zu besuchen. Und dann kamen sie: 15 Senioren und Seniorinnen aus der AWO Begegnungsstätte, welches nicht weit von dem Haus der Jugend entfernt ist. Strahlende Gesichter und kontaktfreudige Kinder empfingen die älteren Damen und Herren, was diese sichtlich erfreute. Die selbstgebackenen Kuchen und die Torte, Kaffee und Kakao standen griff - und verzehrbereit, die Atmosphäre war von vornherein entspannt und freundlich. Zunächst saßen Jung und Alt getrennt voneinander und die Seniorinnen und Senioren hatten die Möglichkeit, erst einmal in Ruhe ihren Kuchen mit einem Schluck Kaffee zu genießen, während die Kinder sich eine Überraschung überlegten. Mit sehr viel Herz und Mühe malten sie Bilder für die älteren Damen und Herren. Als nun alle Bilder verschenkt und verteilt waren, gab es eine kleine und amüsante Diskussion innerhalb  der Seniorengruppe, wer denn wohl das schönste Bild hätte. Die Seniorinnen und Senioren bedankten sich im Anschluss bei allen Kindern sehr herzlich, den jungen Künstlern war deutlich anzusehen, wie sehr sie so eine positive Rückmeldung freute. Jung und Alt verstanden sich gut, es wurde sogar noch ein Kartenspiel gespielt. Die Veranstaltung hatte einen sehr ernsten Hintergrund, sagt Uli Gomolzig, Leiter des Hauses der Jugend.

Zwei Jungen hatten vor einigen Wochen eine ältere Dame beraubt und schwer verletzt. Das HdJ Team und seine Kinder wollten mit dieser Veranstaltung den älteren Damen und Herren ein Zeichen setzen, dass eben solche Vorfälle absolut nicht geduldet werden, so Gomolzig weiter. Es wurde mit dieser Veranstaltung ein Austausch zwischen jungen und älteren Menschen ermöglicht und Vertrauen aufgebaut. Abschiedsworte wie: „Ihr könnt gerne auch zu uns in unsere Altentagesstätte kommen und mal reinschnuppern, wie es bei uns ausschaut“, die an   die Kinder und Betreuer gerichtet waren, rundeten eine gelungene Veranstaltung ab. Uli Gomolzig plant für dieses Jahr weitere solcher Veranstaltungen.

Gute Idee vom Haus der Jugend: Alt und Jung können viel voneinander lernen.