Integrationspreis 2008

Preisträger: Pädagogischer Mittagstisch Heimfeld und Musikprojekt „Williwood“

Festliche Stimmung im Harburger Rathaus: Der Harburger Integrationspreis sollte das erste Mal vergeben werden. Die Entscheidung sei der Jury wirklich nicht leicht gefallen, betonte Michael Hagedorn, Vorsitzender der Bezirksversammlung Harburg. Deshalb habe man sich entschlossen das Preisgeld aufzuteilen.Auf den ersten Platz kamen der pädagogische Mittagstisch des Heimfelder Kindertreffs und das Musikprojekt „Williwood“ im Haus der Jugend in Wilhelmsburg. Beide Organisationen erhielten einen Scheck über je 750 Euro. Und beide wissen auch schon genau, was sie mit dem Geld anfangen.„Bei uns müssen immer mal Instrumente ersetzt werden“, sagt Uli Gomolzig, der seit 15 Jahren das Haus der Jugend Wilhelmsburg leitet.
„Aber wichtiger als das Geld ist für uns die Anerkennung für die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit.“ Für die Wilhelmsburger war es
gleichzeitig die erste und letzte Chance, den Harburger Integrationspreis zu bekommen. Denn seit dem 1. März gehört Wilhelmsburg zum Bezirk Mitte.
Für den Heimfelder Kindertreff nahm Perinan Erekli den Scheck entgegen: „Damit können wir unsere geplanten Ausflüge finanzieren“, so Erekli.
Am pädagogischen Mittagstisch des Kindertreffs Heimfeld nehmen regelmäßig bis zu 28 Kinder ganz unterschiedlicher Herkunft teil. Die Intitiative zu diesem Preis war im vergangenen Jahr von der GAL – Bezirksabgeordneten Parvin Schröder ausgegangen. Ihr Antrag war von der Bezirksversammlung einstimmig angenommen worden.„Sonst ist Einstimmigkeit eher selten“, betonte Hagedorn. Sieben Projekte hatten sich um den Preis mit dem Motto „Wir zusammen in Harburg“ beworben. Mitmachen konnten Projekte, die in Harburg die aktive Förderung des Integrationsprozesses von Zuwanderern in der Nachbarschaft unterstützen.
Hagedorn: „Dies ist gerade in einem Bezirk wie Harburg, wo jeder Dritte einen Migrationshintergrund hat, besonders wichtig.“

Wilhelmsburger Wochenblatt 12.03.2008