MOPO Stadtteilpreis 2009

Hamburger Morgenpost        

PREISVERLEIHUNG IM SCHAUSPIELHAUS

100.000 Euro für diese tollen Projekte

Mit ihrer Arbeit begehen sie jeden Tag eine gute Tat - und gestern gab es für ihr Engagement die Belohnung. Im Schauspielhaus wurden die acht Preisträger des von der MOPO und der PSD Bank Nord ausgelobten Stadtteilpreises 2009 geehrt. 100.000 Euro waren im Topf.
"In Zeiten, in denen sich der Staat zurückzieht, ist privates Engagement gefragt", sagte Schauspielhaus-Intendant Frank Schirmer, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Und dass es viel Engagement in Hamburg gibt, hat die Ausschreibung gezeigt: Fast 250 Einrichtungen haben sich beworben.
"Wir wollen mit dem Preis Vereine, Sozialeinrichtungen oder Eigeninitiativen ermuntern, ihre tollen Projekte für das Gemeinwohl einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren", so Dieter Jurgeit, Chef der PSD Bank Nord. Schon seit Jahren engagiert sich die Bank für soziale Zwecke.
Die Jurymitglieder von PSD Bank Nord, MOPO, Spendenparlament und Schauspielhaus-Chef Friedrich Schirmer haben sich Projekte angeguckt und lange diskutiert. Ergebnis: Der Preis von 100.000 Euro wird auf acht Einrichtungen verteilt.
Glücklich nahmen die Preisträger im Marmorsaal die Urkunden entgegen. Gewonnen haben der Schulverein der Schule Wegenkamp (Stellingen), der Mädchentreff "Dolle Deerns" (Kirchdorf-Süd), das "Haus Drei" in Altona, die Kita Bissingstraße in Heimfeld,
der "Verein zur Förderung der Integration" im HdJ Wilhelmsburg, der Schulverein der Schule Sterntalerstraße in Billstedt und das Stadtteilprojekt Sonnenland in Billstedt.

Die gute Nachricht: Auch in den kommenden Jahren wird es den Stadtteilpreis von MOPO und PSD Bank Nord geben! Bank-Chef Dieter Jurgeit: "Die 100.000 Euro für soziale Zwecke sind gut investiert."

30.000 Euro: Das sind die Gewinner des Haupt-Stadtteilpreises! Bank-Chef Dieter Jurgeit gratuliert Kinderbauernhof-Leiter Gerd Horn zu der Summe. Zur Preisverleihung im Schauspielhaus brachte Gerd Horn auch seine Helfer Jennifer Goldberg, Michaela Horn, Magarethe Kreller und Gero Heinkle mit. Mit dem Geld sollen unter anderem der marode Eingang des Bauernhofs in Kirchdorf-Süd sowie die Fenster erneuert werden.
7.500 Euro: gehen an Anette Ponnath und Nihada Moric. Sie sind die Leiterinnen des Mädchentreffs "Dolle Deerns" in Kirchdorf-Süd. Sie freuen sich über 7500 Euro für neue Computer und ein neues Sofa.
20.000 Euro: Anatol Herold ist Leiter des Stadtteilprojekts Sonnenland in Billstedt - mit den ehrenamtlichen Helfern und den Kindern jubelt er über den Preis. Mit 20.000 Euro wird ein Tobe-Raum eingerichtet. Das Geld kann die Einrichtung gut gebrauchen: 2007 wurden ihr die Fördergelder entzogen und das Projekt an die Arbeiterwohlfahrt vergeben. Doch die alten "Sonnenländer" wollten nicht aufgeben und arbeiten nun ehrenamtlich.

10.000 Euro: Schauspielhaus-Intendant Friedrich Schirmer, Bank-Chef Dieter Jurgeit und MOPO-Lokalchef Frank Wieding übergaben den Preis an den "Verein zur Förderung der Integration", der im Haus der Jugend in Wilhelmsburg ein Bewegungsprojekt für Kinder anbietet. Den Preis nahmen Meike Toledo, Claus Niemann und Ulrich Gomolzig entgegen.

10.000 Euro: Reiner Lassen-Tams von der Kita Bissingstraße (Heimfeld) und Kathrin Wichmann von der Drogeneinrichtung "Abrigado" statten mit dem Geld eine neue Kita aus, die die Kinder der "Abrigado"-Kunden kurzfristig betreut.
1.000 Euro: Svetislav Markovic vom Schulverein der Schule Wegenkamp (Stellingen) freut sich über Geld für neue Spielgeräte.
10.000 Euro: Cecilia Simao, Otto Clemens und Silke Jehna bereiten sich auf den Umbau des "Hauses Drei" (Altona) vor,  da kommt das Geld gerade recht. Damit wird Mobiliar für die "Kulturküche" angeschafft.
11.500 Euro: Leyla Tanriverdi (mit Sohn Dilges, 8) hat an der Schule Sterntalerstraße (Billstedt) das Musikprojekt "Musica Horn" initiiert. Bislang waren die Geigen und türkischen Lauten für die Kinder geliehen. Mit dem Geld werden eigene Instrumente angeschafft.

26.03.2009