Verein zur Förderung der Integration in Hamburg Wilhelmsburg e.V.

Der Verein wurde im Sommer 2005 unter dem Dach des Hauses der Jugend (HDJ) Wilhelmsburg gegründet. 

Mit einer Nutzfläche von mehr als 1600 qm ist das Wilhelmsburger HDJ die größte Kinder-, Jugend- und Familieneinrichtung in Hamburg. 1967 wurde das HDJ eröffnet, es hat 6 Tage wöchentlich geöffnet, oft von früh morgens bis spät abends. 

Das Wilhelmsburger HDJ zählt mehr als 700 Stammnutzer bzw. Stammnutzerinnen.

Der obige Verein engagiert sich besonders im Wilhelmsburger Reiherstieg Viertel. Das Wilhelmsburger Reiherstieg Viertel nach wie vor ein hoch belasteter Stadtteil. Im Reiherstieg Viertel leben 21.000 Menschen, was größenmäßig einer Kleinstadt entspricht. Viele Menschen im Reiherstieg Viertel leiden unter materieller und psychischer Armut. Daran haben auch die verschiedensten politischen Versuche (beispielsweise IBA und IGS) nicht allzu viel ändern können. Als Folge lässt sich die für urbane Lebensräume typische Segregation hinsichtlich Bildung, Kultur und wirtschaftlicher bzw. kultureller Teilhabe feststellen. Dieses Phänomen betrifft weite Teile der Bevölkerung im Sozialraum Reiherstieg Viertel. Von den Kindern und Jugendlichen, die im Reiherstieg Viertel leben, haben inzwischen weit über 80% einen Migrationshintergrund. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen ist von Armut betroffen. Es betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, wenn nicht genug Geld für Miete, Essen oder Kleidung da ist. In vielen Familien gibt es keine regelmäßigen Tagesabläufe mehr, auch wird oft nicht gekocht oder gemeinsam gegessen. Warme Mahlzeiten bekommen manche Kinder nur in der Schule oder im Jugendhaus. Nicht wenige  Kinder und Jugendliche erleben Gewalt als etwas Alltägliches, enge Wohnungen, finanzielle Not und Spannungen in der Familie entladen sich oft in Gewalt, zu Hause oder auf der Straße. 

In Wilhelmsburg gibt es aktuell fast 1000 Geflüchtete, die es in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren gilt. Guter Wille allein ist hier nicht ausreichend. Dieses gilt natürlich auch für Arbeitsmigranten, die seit Jahren unversorgt im Stadtteil leben und die zum Teil sogar in ihren Autos schlafen. Der Verein stellt sich engagiert und erfolgreich all diesen Herausforderungen. 

Die Angebote für Geflüchtete haben z. B. seit 2014 Bestand, sie werden inzwischen von knapp 200 Kindern, Jugendlichen, Heranwachsenden und den dazu gehörenden Eltern regelmäßig genutzt. Die Geflüchteten leben überwiegend in den Wilhelmsburger Folgeunterkünften für Geflüchtete. Sie nutzen insbesondere die Fitness- und Sportangebote, die Kochkurse, das Vater- Mutter- Kind Turnen, die Beratungsangebote. Gleichermaßen kümmert sich der Verein um Arbeitsmigranten mit individuellen Hilfsangeboten. 

Es ist erfolgreich gelungen, Geflüchtete mit bereits lange im Stadtteil lebenden Menschen zusammen zu bringen. Der Verein organisiert Gesprächskreise, Fahrradtouren durch den Stadtteil, Grillnachmittage, Ausflüge.

Ziel des Vereins ist es den Kindern und Jugendlichen eine Gruppenfähigkeit zu vermitteln, ihnen Orientierungshilfen für Schule, Beruf und Freizeit zu bieten.

Die Psychomotorikangebote des Vereins sind erfolgreich erweitert worden, sie erreichen wöchentlich mehr als 650 Kinder, es ist gelungen das Vater-, Mutter-, Kindturnen an drei Tagen wöchentlich zu etablieren. An ihm beteiligen sich regelmäßig nahezu 80 Eltern.

Durch die Angebote werden die emotionalen, kognitiven, sprachlichen und sozialen Kompetenzen der teilnehmenden Kinder nachweisbar positiv beeeinflußt. Es besteht diesbezüglich weiterhin eine enge Kooperation mit den Schulen Fährstraße, Rotenhäuser Damm, Bonifatius, der Stadtteilschule Wilhelmsburg, den Kitas Sanitasstraße, Rotenhäuser Damm, Eckermannstraße, Emmaus, Vogelhütte, Inselkinder. 

Der Verein bietet Hausaufgabenhilfen, Hilfen zur Krisenbewältigung, Bewerbungshilfen an.

Die betreuten Fitnessangebote werden inzwischen von nahezu 200 junge Menschen wöchentlich genutzt. 

Der Verein arbeitet bewusst und sehr erfolgreich mit Kindern, Jugendlichen und den dazu gehörenden Familien. Er unterstützt die Familien mit Erziehungsberatungen und niedrigschwelligen Familienhilfen. 

Dank des Vereins fungiert das HdJ inzwischen als Mehrgenerationen – Haus, hier begegnen  sich verschiedenste Menschen unterschiedlichster Kultur und Alters. Es finden z.B. auch Sportangebote für ältere Damen und Herren im HdJ statt. 

Der Verein zur Förderung der Integration in Hamburg Wilhelmsburg e. V. ist für das HdJ von größter Wichtigkeit, ohne seine engagierte, überwiegend ehrenamtliche Arbeit, wären viele Einrichtungserfolge absolut nicht möglich. Dieses gilt auch und gerade für die erfolgreiche Sponsorenakquise des Vereins.

Dieses wird auch von den behördlichen und politischen Entscheidungsträgern wertgeschätzt. In der Konsequenz nutzt der Verein die benötigten Räumlichkeiten im HDJ mietfrei.  

Natürlich kann der Integrationsverein seine großen und zukunftsträchtigen Aufgaben nicht aus eigenen Kräften meistern. Für die Realisierung seiner Ziele und Projekte ist er weiterhin auf Förderer und Sponsoren angewiesen. Der Vorstand des Vereins ist froh und stolz, renommierte Hanseaten, wie etwa Herrn Reich (Reimund C. Reich Stiftung) für seine Ziele gewonnen zu haben. Der Integrationsverein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Letztlich sucht der Verein zur Förderung der Integration in Hamburg Wilhelmsburg e. V. ständig weitere Aktivisten. Menschen, die einfach Lust haben, etwas Sinnvolles zu machen oder Menschen, deren Aktivität es ist, sich finanziell mit einem Mitgliedsbeitrag an einer guten und erfolgreichen Arbeit zu beteiligen.

Verein zur Förderung der Integration in Hamburg Wilhelmsburg e.V., Rotenhäuser Damm 58, 21107 Hamburg, Tel. 040 75 325 92 bzw. 0179 670 46 60, Ansprechpartner: Uli Gomolzig, Filiz Sen